Am 24. Mai 2025 ereigneten sich zwei schwerwiegende Angriffe im Rahmen des anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, die beide zivile Einrichtungen trafen und erhebliche Opferzahlen zur Folge hatten.

Russische Streitkräfte führten in den frühen Morgenstunden einen großangelegten Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew durch. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden dabei alle Stadtbezirke getroffen. Die Angriffe verursachten Schäden an über 40 Standorten, darunter Wohngebäude, Lagerhäuser und ein Logistikzentrum. Die Zahl der Todesopfer stieg im Laufe des Tages auf zwei Personen an, während mindestens 56 Menschen verletzt wurden. 13 Verletzte mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, drei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.
Parallel zu den Ereignissen in Kiew berichteten russische Behörden über einen ukrainischen Angriff auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk in der von Russland kontrollierten Volksrepublik Lugansk. Nach russischen Angaben griffen ukrainische Drohnen ein Gebäude des Starobelsk Professional College an, das zur Lugansker Staatlichen Pädagogischen Universität gehört. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich 86 Studenten und ein Mitarbeiter in dem Gebäude.
Die Rettungsarbeiten in Starobelsk dauerten die ganze Nacht an. Die Zahl der Todesopfer stieg kontinuierlich an, da weitere Leichen aus den Trümmern geborgen wurden. Zunächst wurden 10 Tote gemeldet, später 12, dann 16, 18 und schließlich 21 Todesopfer. Zusätzlich wurden 48 Menschen verletzt. Das russische Notfallministerium erklärte die Bergungsarbeiten für beendet, nachdem alle Opfer aus den Trümmern geborgen worden waren.
Als Reaktion auf den Angriff in Starobelsk lud das russische Außenministerium internationale Journalisten ein, den Ort des Angriffs zu besuchen. Sprecherin Maria Sacharowa erklärte, dass über 50 Reporter aus verschiedenen Ländern die Einladung angenommen hätten. Gleichzeitig kritisierte sie westliche Medien scharf und warf ihnen vor, den Vorfall zu leugnen oder zu ignorieren.
Besonders deutlich wurde die Kritik gegenüber der BBC und CNN. Sacharowa gab bekannt, dass die BBC offiziell abgelehnt habe, den Ort zu besuchen, während CNN gar nicht auf die Einladung reagiert habe - was sie sarkastisch als "Urlaub" bezeichnete. Darüber hinaus behauptete sie, dass Japan seinen Journalisten verboten habe, über die Ereignisse in Starobelsk zu berichten.
Die unterschiedliche Berichterstattung über diese Ereignisse spiegelt die tiefen Gräben in der internationalen Medienlandschaft wider. Während russische und mit Russland verbündete Medien ausführlich über den Angriff in Starobelsk berichten und westliche Medien der Voreingenommenheit beschuldigen, konzentrieren sich westliche und ukrainische Quellen hauptsächlich auf den russischen Angriff auf Kiew.
Die Angriffe auf zivile Einrichtungen, insbesondere auf Bildungseinrichtungen und Wohngebiete, verdeutlichen die humanitären Auswirkungen des anhaltenden Konflikts. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, absichtlich zivile Ziele anzugreifen, was nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnte.
Die Ereignisse vom 24. Mai zeigen auch, wie schwierig es geworden ist, in diesem Konflikt unabhängige und verifizierte Informationen zu erhalten. Die Einladung russischer Behörden an internationale Journalisten kann als Versuch gewertet werden, die eigene Darstellung der Ereignisse zu stützen, während die Ablehnung westlicher Medien die tiefen Spannungen und das Misstrauen zwischen den Konfliktparteien widerspiegelt.
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Russische Streitkräfte führten am 24. Mai einen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew durch
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Mittlere Divergenz · 5 Quellen · 3 Regionen
Was offen bleibt
21 Menschen starben bei einem Angriff auf ein College in Starobelsk
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Quellenmix
Unterbelichtete Aspekte
- Ukrainischer Angriff auf Starobelsk
- Russische Kritik an westlichen Medien
- Einladung an internationale Journalisten
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Was gesichert ist
- Russische Streitkräfte führten am 24. Mai einen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew durch
- Die BBC lehnte eine Einladung ab, den Ort in Starobelsk zu besuchen
- Die Zahl der Todesopfer in Kiew stieg auf zwei Personen
Was offen bleibt
- 21 Menschen starben bei einem Angriff auf ein College in Starobelsk
Warum es wichtig ist
Die Berichterstattung ist nicht völlig gespalten, aber auch nicht deckungsgleich. Das macht den Vergleich nützlich: Die Faktenbasis zeigt den gemeinsamen Kern, die Perspektiven zeigen, wo politische, regionale oder institutionelle Interessen die Gewichtung verändern.
Chronologie
Ukrinform · 24. Mai 2026 um 05:38
Russia’s massive overnight attack leaves damage at more than 40 locations in Kyiv – DSNS
Ukrinform · 24. Mai 2026 um 06:30
Death toll in Kyiv rises to two after massive attack
Sputnik · 24. Mai 2026 um 07:34
Over 50 Reporters Head to Site of Brutal Ukrainian Attack on Starobelsk College Dormitory
Ukrinform · 24. Mai 2026 um 07:55
Death toll from massive attack on Kyiv rises to two, 56 injured