Russland hat am frühen Morgen des 24. Mai 2026 einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew durchgeführt. Bei dem Angriff kamen nach ukrainischen Angaben mindestens zwei bis vier Menschen ums Leben, während 77 bis 83 Personen verletzt wurden, darunter auch Kinder. Besondere Aufmerksamkeit erregte der bestätigte Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik, die bereits im November 2024 erstmals gegen die Ukraine eingesetzt worden war.
Der Angriff richtete sich gegen verschiedene Ziele in der ukrainischen Hauptstadt. Betroffen waren Wohngebäude, Schulen und Regierungseinrichtungen. Das ukrainische Außenministerium bestätigte, dass auch das eigene Gebäude durch nahegelegene Explosionen leichte Schäden erlitten habe. Darüber hinaus wurden gezielt Wasserversorgungsanlagen angegriffen, wobei drei russische Raketen auf eine entsprechende Einrichtung abgefeuert wurden.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Einsatz mehrerer fortschrittlicher Waffensysteme. Neben der Oreschnik-Rakete kamen auch Iskander-, Kinschal- und Zirkon-Raketen zum Einsatz. Russland bezeichnete den Angriff als Vergeltungsschlag gegen militärische Kommandoeinrichtungen, Luftwaffenstützpunkte und Rüstungsbetriebe der Ukraine. Die Oreschnik-Rakete wurde dabei vom Testgelände Kapustin Jar aus in Richtung des Gebiets Bila Tserkva in der Region Kiew abgefeuert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf und bezeichnete die russische Führung als "wirklich wahnsinnig". Er betonte, dass ein solches Vorgehen für Russland nicht ungestraft bleiben dürfe. Unmittelbar nach dem Angriff besuchte Selenskyj die am schwersten beschädigten Gebiete der Hauptstadt und führte diplomatische Gespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre.
Der Angriff erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja hatte zuvor erklärt, dass Verhandlungen mit der Ukraine unmöglich seien, nachdem ukrainische Streitkräfte ein Studentenwohnheim in Starobilsk in der Volksrepublik Lugansk angegriffen hatten. Diese Eskalation der Rhetorik deutete bereits auf eine mögliche militärische Reaktion hin.
Die internationale Gemeinschaft reagierte mit scharfer Kritik auf den russischen Angriff. Der französische Präsident Macron und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verurteilten den Einsatz der Oreschnik-Rakete. Die NATO warnte vor "verheerenden" Konsequenzen, sollten Nuklearwaffen in dem Konflikt eingesetzt werden, nachdem der ukrainische Geheimdienst SBU berichtet hatte, dass in einer nicht explodierten russischen Rakete in der Oblast Tschernihiw abgereichertes Uran gefunden worden sei.
Die Oreschnik-Rakete gilt als eines der modernsten Waffensysteme in Russlands Arsenal. Die Hyperschallwaffe kann Geschwindigkeiten von mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit erreichen und ist aufgrund ihrer Flugbahn schwer abzufangen. Ihr Einsatz gegen Kiew markiert eine weitere Eskalation in dem seit Februar 2022 andauernden Konflikt.
Die Schäden in Kiew erstreckten sich über mehrere Stadtbezirke. Rettungskräfte arbeiteten den ganzen Tag daran, Verletzte zu bergen und die Schäden zu begutachten. Viele Bewohner suchten während des mehrstündigen Luftalarms Schutz in U-Bahn-Stationen und Bunkern. Die ukrainische Luftabwehr konnte einen Teil der anfliegenden Geschosse abfangen, jedoch nicht alle.
Experten sehen in dem Angriff ein Zeichen dafür, dass Russland bereit ist, seine fortschrittlichsten Waffensysteme verstärkt einzusetzen. Die Kombination verschiedener Raketentypen deutet auf eine koordinierte Strategie hin, die ukrainische Luftabwehr zu überlasten. Gleichzeitig sendet der Einsatz der Oreschnik-Rakete eine Botschaft an die internationale Gemeinschaft über Russlands militärische Fähigkeiten.
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Russland setzte bei dem Angriff auf Kiew die Hyperschallrakete Oreschnik ein
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Die Berichterstattung ist nicht völlig gespalten, aber auch nicht deckungsgleich. Das macht den Vergleich nützlich: Die Faktenbasis zeigt den gemeinsamen Kern, die Perspektiven zeigen, wo politische, regionale oder institutionelle Interessen die Gewichtung verändern.
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- Diplomatische Reaktionen und internationale Verurteilung
- Detaillierte Opferzahlen und Verletzte
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Was gesichert ist
- Russland setzte bei dem Angriff auf Kiew die Hyperschallrakete Oreschnik ein
- Russland rechtfertigte den Angriff als Vergeltungsschlag gegen militärische Ziele
- Das ukrainische Außenministerium wurde bei dem Angriff beschädigt
- Bei dem Angriff wurden 77-83 Menschen verletzt, darunter Kinder
Warum es wichtig ist
Die Berichterstattung ist nicht völlig gespalten, aber auch nicht deckungsgleich. Das macht den Vergleich nützlich: Die Faktenbasis zeigt den gemeinsamen Kern, die Perspektiven zeigen, wo politische, regionale oder institutionelle Interessen die Gewichtung verändern.
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