Zwei Kampfflugzeuge der US-Marine sind am Sonntag während einer Flugschau auf der Mountain Home Air Force Base in Idaho in der Luft kollidiert. Alle vier Besatzungsmitglieder konnten sich mit ihren Schleudersitzen retten und befinden sich nach Angaben der Marine in stabilem Zustand.

Bei den verunglückten Maschinen handelte es sich um zwei EA-18G Growler der Electronic Attack Squadron 129, die normalerweise auf der Naval Air Station Whidbey Island in Washington stationiert ist. Kommandeur Amelia Umayam, Sprecherin der Naval Air Forces des US-Pazifikkommandos, bestätigte die Details des Zwischenfalls. Der Unfall ereignete sich während einer Demonstrationsvorführung vor den Augen zahlreicher Zuschauer.
Die Kollision wurde von mehreren Besuchern der Flugschau gefilmt. Die Aufnahmen zeigen, wie sich die beiden Flugzeuge in der Luft berühren und anschließend abstürzen. Kurz nach dem Zusammenstoß sind die charakteristischen Fallschirme der Schleudersitze zu sehen, mit denen sich die Piloten und Waffensystemoffiziere aus den abstürzenden Maschinen retteten.
Die EA-18G Growler ist eine spezialisierte Variante der F/A-18F Super Hornet, die für elektronische Kampfführung entwickelt wurde. Diese zweisitzigen Flugzeuge werden von der US-Marine zur Störung feindlicher Radar- und Kommunikationssysteme eingesetzt. Die Electronic Attack Squadron 129 ist eine Ausbildungseinheit, die Besatzungen für den Einsatz auf Growlern schult.
Flugschauen mit Militärflugzeugen sind grundsätzlich mit erhöhten Risiken verbunden, da die Piloten oft in geringen Höhen und mit spektakulären Manövern fliegen, um das Publikum zu beeindrucken. Obwohl solche Unfälle selten sind, haben sie in der Vergangenheit bereits zu Todesfällen und Verletzungen geführt. Die Tatsache, dass alle vier Besatzungsmitglieder den Unfall überlebt haben, wird als großer Erfolg der Sicherheitssysteme gewertet.
Die Mountain Home Air Force Base liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von Boise und ist Heimat des 366th Fighter Wing der US-Luftwaffe. Die Basis veranstaltet regelmäßig Flugschauen, um der Öffentlichkeit die Arbeit des Militärs näherzubringen und das Interesse an der Luftfahrt zu fördern. Nach dem Unfall wurden die Flugvorführungen zunächst eingestellt.
Die genaue Ursache der Kollision ist noch unklar. Nach militärischen Standardverfahren wird eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die Umstände des Unfalls zu klären. Dabei werden Faktoren wie Wetterbedingungen, technische Probleme, menschliches Versagen und Kommunikationsfehler untersucht. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen fließen in die Verbesserung von Sicherheitsprotokollen ein.
Der Zwischenfall reiht sich in eine Liste von Unfällen bei Flugschauen ein, die in den vergangenen Jahren für Diskussionen über die Sicherheit solcher Veranstaltungen gesorgt haben. Kritiker fordern strengere Sicherheitsbestimmungen und größere Abstände zwischen Flugzeugen bei Formationsflügen. Befürworter argumentieren hingegen, dass die Risiken kalkulierbar seien und die Vorführungen wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit des Militärs.
Die vier geretteten Besatzungsmitglieder wurden zur medizinischen Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Über ihren genauen Gesundheitszustand wurden zunächst keine weiteren Details bekannt. Die erfolgreiche Rettung aller Beteiligten unterstreicht die Wirksamkeit der Schleudersitzsysteme moderner Militärflugzeuge, die bereits unzählige Pilotenleben gerettet haben.
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Die beteiligten Flugzeuge gehörten zur Electronic Attack Squadron 129 von der Whidbey Island Basis in Washington
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Stabile Quellenlage · 6 Quellen · 4 Regionen
Was offen bleibt
Die Quellenlage wirkt vergleichsweise konsistent. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf Details: Kleine Unterschiede in Begriffen, Auslassungen und Quellenwahl können zeigen, welche Aspekte für einzelne Regionen wichtig sind.
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Quellenmix
Unterbelichtete Aspekte
- Detaillierte technische Informationen über die Flugzeugtypen
- Hintergründe zur Electronic Attack Squadron 129
- Spezifische Details zu Besatzung und deren Zustand
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Was gesichert ist
- Die beteiligten Flugzeuge gehörten zur Electronic Attack Squadron 129 von der Whidbey Island Basis in Washington
- Alle vier Besatzungsmitglieder konnten sich erfolgreich mit dem Schleudersitz retten und befinden sich in stabilem Zustand
- Zwei EA-18G Growler der US Navy kollidierten während einer Flugschau auf der Mountain Home Air Force Base in Idaho
- Der Unfall wurde von Zuschauern gefilmt und ist als Video verfügbar
Warum es wichtig ist
Die Quellenlage wirkt vergleichsweise konsistent. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf Details: Kleine Unterschiede in Begriffen, Auslassungen und Quellenwahl können zeigen, welche Aspekte für einzelne Regionen wichtig sind.
Chronologie
Channel News Asia · 18. Mai 2026 um 02:00
Aircraft collision over US air show downs two fighter jets: Reports
Geo News · 18. Mai 2026 um 02:03
Düsenflugzeug-Piloten nach Idaho Air-Show-Kollision sicher katapultiert
Al Jazeera · 18. Mai 2026 um 02:11
Moment of collision between two Navy jets at Idaho air show
The Hindu · 18. Mai 2026 um 02:48
Vier Piloten springen sicher ab – zwei Navy-Jets crashen bei Luftschau in Idaho