Bei den MTV Video Music Awards 2026, die am Sonntagabend, dem 27. September, im Peacock Theater in Los Angeles stattfanden, hat Taylor Swift Geschichte geschrieben. Sie gewann den Hauptpreis „Video of the Year“ für ihr Showgirl-inspiriertes Video „The Fate of Ophelia“ und widmete den Sieg der im vergangenen Jahr verstorbenen Country-Legende Dolly Parton. Mit dieser Auszeichnung sowie mehreren weiteren, darunter die neu eingeführten „Artist Director Honors“, stieg Swift zur meistausgezeichneten Künstlerin in der Geschichte der VMAs auf und überholte damit Beyoncé, die zuvor den Rekord hielt.

Die genaue Zahl der Trophäen, die Swift im Laufe ihrer Karriere bei den VMAs gesammelt hat, wird in den Berichten unterschiedlich angegeben. Während France24 von 31 Auszeichnungen spricht, nennt der Spiegel die Zahl 33. Diese Abweichung dürfte auf unterschiedliche Zählweisen zurückgehen, etwa ob bestimmte Sonderpreise oder gemeinsam mit anderen Künstlern gewonnene Kategorien mitgerechnet werden. Unstrittig ist jedoch, dass Swift mit der diesjährigen Ausbeute an die Spitze der VMA-Rekordliste vorrückte. Laut France24 erklärte sie zudem, im Laufe ihrer Karriere bereits 18 Musikvideos selbst geschrieben und inszeniert zu haben – ein Aspekt, der mit der Einführung der neuen „Artist Director Honors“-Kategorie besonders gewürdigt wurde.
Neben Swift zählte auch Popikone Madonna zu den großen Gewinnerinnen des Abends. Laut ZDF heute und El País räumte Madonna insgesamt sieben beziehungsweise drei Preise ab – auch hier unterscheiden sich die Angaben der Quellen leicht, was möglicherweise auf unterschiedliche Kategorien oder Zeitpunkte der Berichterstattung zurückzuführen ist. Auch die Sängerin Lisa gehörte laut BBC zu den Künstlerinnen, die an diesem Abend mehrere Preise gewinnen konnten.
Die von Rapper und Entertainer Snoop Dogg moderierte Gala bot neben der Preisverleihung ein umfangreiches Programm mit Live-Auftritten. Unter anderem traten Lisa, Raye, Shaboozey, Kacey Musgraves und Sienna Spiro auf der Bühne des Peacock Theaters auf. Der Abend war zudem von nostalgischen Rückblicken geprägt: Die Veranstalter erinnerten an das musikalische Erbe von Dolly Parton, an die Grunge-Band Nirvana sowie an den britischen Popstar George Michael. El País beschreibt die Zeremonie als einen Abend, der stark von diesen Hommagen an vergangene Musikgrößen geprägt war, während gleichzeitig aktuelle Stars wie Swift und Madonna im Mittelpunkt standen.
Ein weiterer zentraler Moment des Abends war die Premiere von Taylor Swifts selbst inszeniertem Musikvideo zu ihrem Song „Patient Zero“, in dem die Schauspieler Colin Farrell und Dakota Johnson mitwirken. Das Video ist Teil ihrer aktuellen Musik-Ära, die unter dem Kürzel „TLOAS“ bekannt ist. Bereits vor der offiziellen Veröffentlichung hatte Swift laut Geo News auf Instagram Zweifel geäußert, ob sie das Video angesichts seiner sehr filmischen, aufwendigen Optik überhaupt veröffentlichen solle.
Nach der Veröffentlichung entstand jedoch eine kontroverse Debatte um das Video. Wie India Today berichtete, äußerten selbst treue Fans, die sogenannten „Swifties“, Zweifel an der Bildsprache des Clips. Mehrere Beobachter bemängelten, bestimmte visuelle Elemente wirkten wie von Künstlicher Intelligenz erzeugt oder bearbeitet. Ob und in welchem Umfang tatsächlich KI-Technologien bei der Produktion eingesetzt wurden, ist öffentlich nicht abschließend geklärt. Die Diskussion reiht sich in eine breitere Debatte um den Einsatz von KI in der visuellen Popkultur ein, ohne dass belastbare Fakten zum konkreten Einsatz bei diesem Video vorliegen.
Die Zeremonie wurde live auf den US-Sendern CBS und MTV übertragen und war damit einem breiten Publikum zugänglich. Berichten von BBC und anderen Medien zufolge sorgte bereits der rote Teppich vor der Veranstaltung für Aufmerksamkeit, auf dem neben Swift auch Stars wie Charli XCX für die Kameras posierten.
Der Abend wird von mehreren internationalen Medien als weiterer Beleg für Taylor Swifts anhaltend großen Einfluss auf die zeitgenössische Popkultur gewertet. Mit dem neuen Rekord als meistausgezeichnete VMA-Künstlerin, der Widmung ihres Preises an Dolly Parton und der gleichzeitigen Diskussion um ihr neues, möglicherweise KI-unterstütztes Musikvideo verbindet sich in dieser Berichterstattung sowohl die Anerkennung ihrer bisherigen Karriereleistungen als auch aktuelle Fragen zur Zukunft der visuellen Musikproduktion.
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Chronologie
BBC World · 28. September 2026 um 08:22
Watch: Madonna and Taylor Swift win big at the MTV VMAs
El País English · 28. September 2026 um 08:39
Madonna und Taylor Swift als Stars der nostalgischen MTV VMA Gala mit Dolly Parton, Nirvana und George Michael
India Today · 28. September 2026 um 09:20
Sounds AI-generated: Why even Swifties aren't sold on Taylor Swift's Patient Zero
ZDF heute · 28. September 2026 um 09:50
MTV Video Music Awards: Taylor Swift stellt Rekord auf