Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Sonntag erneut Luftangriffe auf Ziele im Iran durchgeführt, nachdem das US-Militär mitgeteilt hatte, dass zwei amerikanische Soldaten bei einem iranischen Angriff auf eine Militärbasis in Jordanien getötet wurden. Ein weiterer Soldat gilt als vermisst, vier weitere wurden verletzt. Es handelte sich um die achte aufeinanderfolgende Nacht amerikanischer Angriffe im Rahmen des seit Februar andauernden Konflikts zwischen den USA und Iran. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) zielten die neuen Angriffe darauf ab, die Fähigkeit Irans zur Bedrohung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz weiter einzuschränken und Einheiten der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), die den Angriff in Jordanien verantworten sollen, zu bestrafen.

Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod der Soldaten als „traurige Sache“ und drückte den Angehörigen sein Beileid aus. Laut Berichten sind seit Beginn der Kampfhandlungen im Februar mindestens 16 US-Soldaten im Zusammenhang mit dem Konflikt gestorben. Die genauen Umstände des Angriffs in Jordanien, bei dem die zwei Soldaten getötet wurden, werden derzeit noch untersucht; Details zu Ort, Waffentyp und Verantwortlichkeit innerhalb der iranischen Streitkräfte sind bislang nicht vollständig geklärt.
Iran reagierte nach eigenen Angaben auf die US-Angriffe mit Attacken auf amerikanische Stützpunkte in Kuwait. Die iranische Armee erklärte, sie habe „groß angelegte Angriffe mit Kamikaze-Drohnen“ gegen ein Munitionsdepot auf Camp Udairi sowie gegen ein Patriot-Radarsystem und ein Luftüberwachungsradar auf der Ali-Al-Salem-Luftwaffenbasis durchgeführt. Diese Angaben wurden vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreitet und von mehreren internationalen Nachrichtenagenturen, darunter TASS, aufgegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Ausmaßes der Schäden liegt bislang nicht vor.
Der aktuelle Eskalationsschub folgt auf das Scheitern einer vor rund einem Monat vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und Iran. Diese Übergangsvereinbarung war in der vergangenen Woche zusammengebrochen, nachdem ein iranischer Unterhändler laut Berichten erklärt hatte, Teheran habe seine Verpflichtungen aus dem Abkommen ausgesetzt. Seither tauschen beide Seiten praktisch täglich Angriffe aus. Bereits am Samstag, dem siebten aufeinanderfolgenden Tag der Auseinandersetzungen, hatten die USA und Iran Ziele in Militär- und Infrastrukturbereichen angegriffen.
Bei diesen früheren Angriffen wurden nach Berichten von France24 unter anderem eine Wasserentsalzungsanlage sowie Energieinfrastruktur in Kuwait beschädigt. Die dabei entstandenen Schäden gehörten laut Berichten zu den bislang schwersten zivilen Zwischenfällen der jüngsten Angriffswelle. Der Golf-Kooperationsrat (GCC) verurteilte die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen scharf und bezeichnete sie als Kriegsverbrechen. Diese Einschätzung wurde von iranischer Seite nicht bestätigt oder kommentiert, sodass hier unterschiedliche Bewertungen der Ereignisse bestehen.
Der Konflikt hat sich zudem regional ausgeweitet. Bereits am Freitag hatte Iran nach eigenen Angaben erstmals seit Kriegsbeginn Ziele in Ostsyrien angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten ein US-Kommandozentrum für Spezialoperationen in al-Tanf als Vergeltung für die Tötung iranischer Soldaten in Iranshahr attackiert. Dieser Vorfall markierte laut Berichten eine neue Dimension der Auseinandersetzung, da Syrien bislang nicht direkt in die Kampfhandlungen involviert war.
Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen ein Muster wechselseitiger Vergeltungsschläge: US-Angriffe auf iranische Militär- und Logistikinfrastruktur, gefolgt von iranischen Gegenschlägen auf US-Stützpunkte in Golfstaaten wie Kuwait. Ziel der amerikanischen Angriffe ist nach offiziellen Angaben in erster Linie die Beeinträchtigung der iranischen Fähigkeiten in der Straße von Hormuz, einer für den globalen Ölhandel zentralen Wasserstraße. Die genaue Zahl der Opfer auf iranischer Seite sowie das vollständige Ausmaß der Zerstörung bei den jüngsten US-Angriffen sind derzeit nicht öffentlich bekannt oder werden noch überprüft.
Insgesamt deutet die Berichterstattung mehrerer internationaler Medien – darunter Nachrichtenagenturen aus arabischen, westlichen, chinesischen und russischen Räumen – auf eine fortschreitende Eskalation hin, die seit dem Zusammenbruch der Waffenruhe kaum noch Anzeichen einer Deeskalation zeigt. Offen bleibt, ob und wann diplomatische Bemühungen wieder aufgenommen werden könnten, sowie welche weiteren Ziele beide Seiten in den kommenden Tagen ins Visier nehmen. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Golfstaaten, beobachtet die Entwicklung mit wachsender Sorge angesichts der Risiken für die regionale Sicherheit und die globale Energieversorgung.
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Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Sonntag erneut Luftangriffe auf Ziele im Iran durchgeführt, nachdem das US-Militär mitgeteilt hatte, dass zwei amerikanische Soldaten bei einem iranischen Angriff auf eine Militärbasis in Jordanien getötet wurden.
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