Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat am Freitag eine weitreichende Änderung der Einwanderungspolitik angekündigt, die erhebliche Auswirkungen auf Millionen von Ausländern in den USA haben könnte. Künftig müssen die meisten Menschen, die eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) beantragen wollen, die Vereinigten Staaten verlassen und ihre Anträge von ihren Heimatländern aus stellen.

Die neue Regelung schränkt das seit Jahrzehnten etablierte Verfahren der 'Statusanpassung' drastisch ein. Bisher konnten Personen, die sich bereits mit temporären Visa in den USA aufhielten, ihre Green Card-Anträge direkt im Land bearbeiten lassen, ohne ausreisen zu müssen. Dieses Verfahren war besonders für Studenten, Touristen und Zeitarbeiter von großer Bedeutung, da es ihnen Planungssicherheit und Kontinuität bot.
In einem Politikmemorandum erklärte die USCIS, dass Antragsteller, die sich bereits mit temporären Visa in den USA befinden, künftig generell den Weg über die konsularische Bearbeitung durch das Außenministerium gehen müssen. USCIS-Sprecher Zach Kahler begründete die Entscheidung damit, dass die Bearbeitung von Green Card-Anträgen aus den Heimatländern 'den Aufwand reduziert, Personen zu finden und abzuschieben, die sich entscheiden, in den Schatten zu schlüpfen und nach einer Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis illegal in den USA zu bleiben'.
Die Änderung stellt eine bedeutende Abkehr von der bisherigen Praxis dar und ist Teil der umfassenden Einwanderungsverschärfungen unter der Trump-Administration. Experten warnen vor weitreichenden Konsequenzen für die legale Einwanderung, da der neue Prozess nicht nur zeitaufwändiger und kostspieliger ist, sondern auch zusätzliche Unsicherheiten mit sich bringt.
Besonders betroffen sind internationale Studenten, die nach ihrem Abschluss in den USA bleiben und arbeiten wollten, sowie Fachkräfte mit temporären Arbeitsvisa. Viele dieser Personen haben bereits Jahre in den USA verbracht, Karrieren aufgebaut und Familien gegründet. Die neue Regelung zwingt sie nun, ihre etablierten Leben zu unterbrechen und ungewisse Wartezeiten in ihren Heimatländern in Kauf zu nehmen.
Einwanderungsorganisationen und Anwälte haben die Maßnahme scharf kritisiert. Sie argumentieren, dass die Änderung nicht nur bestehende Rechtswege einschränkt, sondern auch erhebliche praktische Probleme schafft. Antragsteller müssen nun nicht nur die Kosten für Reisen und längere Aufenthalte im Ausland tragen, sondern auch das Risiko eingehen, dass ihre Anträge abgelehnt werden und sie nicht in die USA zurückkehren können.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Politik könnten ebenfalls erheblich sein. Viele US-Unternehmen sind auf internationale Fachkräfte angewiesen und könnten Schwierigkeiten haben, qualifizierte Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen, wenn diese gezwungen sind, das Land für unbestimmte Zeit zu verlassen.
Unklar bleibt bisher, wie schnell die neue Regelung implementiert wird und ob es Übergangsbestimmungen für bereits laufende Verfahren geben wird. Auch die Auswirkungen auf die Bearbeitungszeiten in den US-Konsulaten weltweit sind noch nicht absehbar, da diese bereits jetzt oft überlastet sind.
Die Ankündigung erfolgt im Rahmen einer Serie von Maßnahmen der Trump-Administration zur Verschärfung der Einwanderungspolitik. Kritiker sehen darin einen systematischen Versuch, sowohl die legale als auch die illegale Einwanderung zu reduzieren, während Befürworter argumentieren, dass strengere Kontrollen notwendig seien, um die Integrität des Einwanderungssystems zu gewährleisten.
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USCIS-Sprecher Zach Kahler begründete die Änderung damit, dass sie den Aufwand reduziert, Personen zu finden und abzuschieben, die nach einer Ablehnung illegal bleiben
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Was gesichert ist
- USCIS-Sprecher Zach Kahler begründete die Änderung damit, dass sie den Aufwand reduziert, Personen zu finden und abzuschieben, die nach einer Ablehnung illegal bleiben
- Die neue Politik schränkt das 'adjustment of status' Verfahren ein, das es Menschen mit temporären Visa ermöglichte, Green Cards zu beantragen ohne das Land zu verlassen
- USCIS kündigte am Freitag eine Politikänderung an, die die meisten Ausländer dazu verpflichtet, die USA zu verlassen und Einwanderungsvisa von ihren Heimatländern aus zu beantragen
- Die Änderung betrifft Personen mit temporären Visa einschließlich Studenten, Touristen und Zeitarbeiter
Warum es wichtig ist
Die Quellenlage wirkt vergleichsweise konsistent. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf Details: Kleine Unterschiede in Begriffen, Auslassungen und Quellenwahl können zeigen, welche Aspekte für einzelne Regionen wichtig sind.
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