Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, wird den UN-Sicherheitsrat über den beispiellosen Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten informieren. Der Angriff am 17. Mai markierte den ersten Angriff auf eine Nuklearanlage in der Golfregion seit Beginn der regionalen Konflikte.

Die nicht beanspruchte Drohne traf einen elektrischen Generator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs der Anlage in der Region Al Dhafra im Emirat Abu Dhabi. Der Einschlag verursachte einen Brand, führte jedoch zu keinen Verletzten oder Strahlenlecks. Das Barakah-Kraftwerk ist das erste Atomkraftwerk der arabischen Welt und ein Prestigeprojekt der VAE im Rahmen ihrer Diversifizierungsstrategie weg von fossilen Brennstoffen.
Grossi äußerte nach dem Vorfall ernste Besorgnis über die möglichen Folgen direkter Angriffe auf Nuklearanlagen. Er warnte, dass ein direkter Angriff auf das Kraftwerk zu schweren radioaktiven Konsequenzen führen könnte. Die IAEA berichtete, dass die externe Stromversorgung der Anlage inzwischen wiederhergestellt wurde, die Situation jedoch weiterhin Anlass zu großer Sorge gebe.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Angriff scharf und unterstrich damit die internationale Besorgnis über die Sicherheit von Nuklearanlagen in Konfliktgebieten. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres bestätigte, dass Grossi das Gremium über die Details des Vorfalls informieren wird.
Das emiratische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die bei dem Angriff verwendeten Drohnen von außerhalb des VAE-Territoriums stammten. Bisher hat sich keine Gruppe zu dem Angriff bekannt, was Fragen über die Urheber und deren Motive aufwirft. Die VAE befinden sich in einer Region, die von verschiedenen Konflikten geprägt ist, einschließlich des anhaltenden Krieges im Jemen.
Emiratische Beamte versicherten, dass die Energieambitionen des Landes durch den Angriff nicht beeinträchtigt würden. Das Barakah-Kraftwerk bleibt vollständig betriebsbereit, und die Behörden betonten ihre Entschlossenheit, die Energiesicherheit aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig behielten sich die VAE das Recht vor, auf den Angriff zu antworten, ohne jedoch spezifische Vergeltungsmaßnahmen anzukündigen.
Der Vorfall wirft wichtige Fragen über die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur in Konfliktregionen auf. Nuklearanlagen gelten aufgrund ihrer potenziell katastrophalen Auswirkungen bei Beschädigungen als besonders sensible Ziele. Die internationale Gemeinschaft hat wiederholt betont, dass Angriffe auf zivile Nuklearanlagen völkerrechtswidrig sind.
Die Barakah-Anlage wurde mit südkoreanischer Technologie gebaut und ist ein zentraler Baustein der VAE-Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von Öl und Gas. Das Kraftwerk soll einen erheblichen Teil des Strombedarfs des Landes decken und gilt als Symbol für die technologischen Ambitionen der Golfmonarchie.
Der Angriff erfolgt zu einem Zeitpunkt erhöhter regionaler Spannungen und unterstreicht die Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastruktur vor asymmetrischen Bedrohungen wie Drohnenangriffen. Die internationale Atomenergie-Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen genau, da der Vorfall Präzedenzcharakter für die Sicherheit von Nuklearanlagen in instabilen Regionen haben könnte.
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IAEA-Chef Rafael Grossi wird den UN-Sicherheitsrat über den Angriff informieren
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- IAEA-Chef Rafael Grossi wird den UN-Sicherheitsrat über den Angriff informieren
- Ein Drohnenangriff traf am 17. Mai das Barakah-Atomkraftwerk in den VAE
- Die externe Stromversorgung der Anlage wurde wiederhergestellt
- Der Angriff verursachte keine Verletzten oder Strahlenlecks
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Chronologie
Middle East Eye · 19. Mai 2026 um 17:48
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TRT World · 19. Mai 2026 um 21:07
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TASS · 19. Mai 2026 um 22:26
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