Israelische Luftangriffe haben am Mittwoch mindestens 12 Menschen im Libanon getötet, darunter zwei Kinder, obwohl zwischen Israel und der Hisbollah ein Waffenstillstand besteht. Die Angriffe zielten hauptsächlich auf Fahrzeuge südlich von Beirut und in anderen Teilen des Südlibanon.

Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden die meisten Opfer bei Angriffen auf Autos zwischen der Hauptstadt Beirut und der Küstenstadt Sidon getötet. Die staatliche Nachrichtenagentur des Libanon berichtete, dass israelische Streitkräfte mehr als 30 Standorte im Süden des Landes und mindestens eine Stadt im Osten angegriffen hätten.
Israels Militär erklärte, es habe Hisbollah-Ziele im Südlibanon angegriffen. Ein AFP-Korrespondent berichtete von dichtem Rauch aus der Region Burj al-Shemali im Bezirk Tyrus. Bei einem separaten Angriff auf die Stadt Al-Abbasiya im Bezirk Tyrus wurden zwei weitere Menschen getötet und eine Person verletzt.
Die Angriffe ereigneten sich einen Tag vor geplanten direkten Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel in Washington, die von den Vereinigten Staaten vermittelt werden. Diese diplomatischen Gespräche sollen eine neue Runde der Bemühungen um eine dauerhafte Lösung des Konflikts darstellen.
Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah trat am 17. April in Kraft, doch die Gewalt ist seitdem fortgesetzt worden. Laut Chadi Abdallah, dem Leiter des libanesischen Nationalen Rates für wissenschaftliche Forschung, wurden seit dem Waffenstillstand mehr als 10.000 Häuser beschädigt oder zerstört. Konkret seien 5.386 Wohneinheiten vollständig zerstört und 5.246 Wohneinheiten beschädigt worden.
Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) berichtete, dass seit Beginn des sogenannten Waffenstillstands fast 600 Menschen im Libanon getötet wurden. Mehr als eine Million Menschen bleiben weiterhin vertrieben. "Was wir vor Ort in Bezug auf tägliche Angriffe auf Dörfer sehen, hat die Merkmale eines wiederholt verletzten Waffenstillstands", sagte Maureen Philippon, Länderdirektorin des NRC im Libanon.
Die anhaltende Gewalt wirft Fragen über die Wirksamkeit des Waffenstillstandsabkommens auf. Zivilisten im Libanon haben seit der Ankündigung des Abkommens keinen Frieden erlebt, wie Hilfsorganisationen berichten. Die Situation bleibt angespannt, während beide Seiten sich gegenseitig Verletzungen des Waffenstillstands vorwerfen.
Die bevorstehenden Gespräche in Washington werden als wichtiger Test für die Bereitschaft beider Seiten gesehen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen genau, da eine Eskalation des Konflikts weitreichende Auswirkungen auf die Stabilität der gesamten Region haben könnte.
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Die Angriffe ereigneten sich trotz eines bestehenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah
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Was gesichert ist
- Die Angriffe ereigneten sich trotz eines bestehenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah
- 12 Menschen wurden bei israelischen Angriffen auf Fahrzeuge im Libanon getötet
- Über 10.000 Häuser wurden seit dem Waffenstillstand beschädigt oder zerstört
- Fast 600 Menschen wurden im Libanon seit Beginn des Waffenstillstands getötet
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